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Die große Welt von Max

In jener Zeit, als Max sich anschickte, seine eigenen Flugbahnen zu ziehen, war Erdland keine junge Welt mehr. Die Vogelwelt hat viel gelernt, verstand es immer besser, sich das Wissen von Generationen zunutze zu machen. Die Jungvögel studieren eifrig in den großen Stübchen, in Gruppen von zwanzig aufwärts unter der Obhut gelehrter Altvögel. Besonders in jenem bevorrechtigten Bundquadrat sind Hunger, Krieg, Not und Elend überwunden, wenngleich die Älteren noch lebhaft aus jenen Tagen zu erzählen wissen. Getrieben von der Sehnsucht und dem Wunsch nach Besserland, eilen Max und seine Zeitgenossen immer weiter zu neuen Ufern und Lufträumen. Dabei hat die Vogelgemeinschaft in den letzten fünf Generationen viel erreicht, ja die Welt auf den Kopf gestellt. Die alten, dreckigen und zugigen Nester sind längst vergessen, auch das mühsame und kräftezehrende Reisen in kleinen Vogeletappen müssen nur noch die Ärmsten auf sich nehmen. Längst beherrschen elegante Gleiter in den oberen Luftschichten das Bild und die schmucken Kleinnester in sonniger Lage sind mit einigem Komfort ausgestattet.

Max hat die Jungstuben längst verlassen und lebt mitten in dieser Vogelwelt, zieht seine eigenen Kreise. Heute nennen ihn viele den Spielvogel, doch das war nicht immer so. Er durchlebt jene chancen-, aber auch risikoreichen Schwingungen von Zeitenwende, die sich ebenso unmerklich wie unaufhaltsam in das Gefüge von Erdland drängen. Max blickt mit 24 Jahren auf eine durchaus normale Kindheit zurück. Sein Heran- und Aufwachsen verlief in ruhigen und gesicherten Bahnen und führte ihn in die untere Mitte der Gesellschaft. Er heiratete jung, und die Gründung eines eigenen kleinen Nestes brachte ihn dazu, den oberen Weg zu suchen. Die Vögel von Erdland sind bekannt für ihren Eifer, besonders im Bundquadrat. Sie setzten auf die großen Erfolge der letzten vier Dekaden, in denen es nach der großen Wende aufstieg. Noch gelten vielerorts die alten Werte, die selbst die Wende zur Neuzeit überlebten. Doch gibt es Stimmen, die eine erneute Wende ankündigen, freilich nicht jene der dunklen Jahre, die Not und Zerstörung mit sich brachten.

Man hatte über die Blöcke hinweg zu einem friedlichen Miteinander gefunden, die darin liegenden Vorteile für beide Seiten erkannt. So zählt zu den Privilegien von Erdland bis heute das Streben nach persönlichem Glück, nach Freiheit, was höchstrechtlich verbrieft ist. Doch muss sich jeder Vogel selbst darin üben, es persönlich und mit anderen Artgenossen zu finden, denn käuflich erwerben kann man es nicht. Zu viele sind im Versuch daran gescheitert, die meinten, es genüge dafür allein ein ganzer Stall von Wertgaben. Was Max und seine Zeitgenossen antreibt, ist der Glaube an sich selbst, an das eigene Fortkommen. Jene, die stark genug sind und es sich zutrauen, starteten oft aus einfachsten Verhältnissen das Ichprojekt, das in Bundquadrat mit dem Versprechen nach Unterstützung gern gesehen wird. Es verspricht das zusätzliche Quäntchen Wohlstand und Anerkennung, welches ein erfolgreiches und damit hoffentlich auch glückliches Leben ausmacht. Andere suchen mehr das Kollektiv von Arbeitsgruppen, in deren Schutz sie sich sicherer fühlen. Auch hier finden die Vögel Wege der Entfaltung, wenn auch im begrenzten Maße. Dafür aber genießen sie mehr Sicherheit, können sich mehr auf die eigentliche Arbeitsleistung konzentrieren und finden noch Zeit für ausgedehnte Flüge in den herrlichen Wäldern.

Max startet sein Ichprojekt, scheut sich nicht vor Herausforderungen, vor denen viele seiner Zeitgenossen zaghaft Kopf und Schwingen einziehen. Er hofft dabei natürlich auf die Unterstützung von Bundquadrat und den Instituten von Goldstein. Es ist sein ganz eigener Weg auf der Suche nach Besserland und für seine große Nestfamilie. Dabei geben sie ihm Kraft und Halt. Zudem sind jene Jahre eine aufregende Zeit, denn Neuwende kündigt sich an, ohne dass dies freilich bewusst wahrgenommen wird. Die festen Strukturen der Quadrate bröckeln, werden durchlässig. Ein ganzer Quadratwürfel schiebt sich innerhalb eines Jahres in direkte Reichweite des so gefestigten Bundquadrats. Selbst die Struktur von ganz Erdland ist in Bewegung, bis über das weite Wasser hinweg. Ein Geschiebe, das bis in die Technik- und Steuerpulte der Werkstätten zu spüren ist, wo die Fäden zusammenlaufen.

Von all dem nimmt Max zu jener Zeit freilich wenig wahr, steht er doch mitten im Geschehen. Viele Zeitgenossen schwelgten im Wohlergehen von Bundquadrat bei satten Bäuchen, warmem Gefieder und vielen Annehmlichkeiten. Die einst so holprigen Bahnen scheinen geebnet, vor allem bei jenen starken Vögeln, die gerne die Luftbahnen für ein schnelles Fortkommen benutzen. Sie spekulieren auf die einflussreichen Kräfte von Goldstein. Eine mächtige Dynastie, die es versteht, sich daraus geschickt ihre Vorteile zu verschaffen. Sie scheinen einen Weg nach Besserland zu ebnen und versprechen der Vogelwelt viel. Auch Max und den Seinen kommen sie zur Hilfe, sehen sie in der Werkstatt und der Zusammenarbeit über die Generationen hinweg doch ein gutes Maß an Sicherheit, das sie für die eigenen Geschäfte immer brauchen.

 

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Wie er ein starkes Großnest baut,
sich das Verschieben der Quadrate zur Zeitenwende ankündigt,
Blitzleitungen die Welt von Erdland auf den Kopf stellen,
er nach bitteren Niederlagen neue Kraft findet,
in den Aufwinden das schnelle Vergessen wartet,
die Paläste von Goldstein dicke Risse bekommen ?

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